| Planung und Buchung: Da
niemand von meinen Tauchfreunden bereit
war, die Planung für eine Woche Tauchen 2011
durchzuführen, war es mal wieder an mir, das
Ganze zu organisieren. Unser Ziel war, wie
in den Vorjahren auch, das Rote Meer. Dieses
Mal wählten wir ein Tauchercamp im südlichen
Ägypten mit dem Zielflughafen
Marsa Alam. In Zusammenarbeit mit
meinem Reisebüro stellte ich diverse Angebote
zusammen. Letztendlich entschieden wir uns
für die Ecolodge Marsa Shagra. Leider konnte
mein Reisebüro dieses Reiseziel nicht
buchen. Sam-Reisen buchte dann für uns die
Lodge, das Tauchpaket und den Flug nach
Marsa Alam (Tuifly). Hierbei wurden wir
von Herrn Wintermeyer und Frau Theisen hervorragend
betreut und beide hatten immer ein offenes
Ohr für weitere Fragen. Ich kann Sam-Reisen
uneingeschränkt jedem Tauchreisenden weiterempfehlen.
Fazit: Sam-Reisen ...immer wieder gerne.
Hin-
und Heimflug Hin
und zurück flogen wir mit der Tuifly. Für
den Hinflug konnte ich, wie zwei Jahre zuvor
auch,
von zu Hause aus
übers Internet einchecken und die Bordkarten
ausdrucken. Allerdings mussten wir dieses
Mal
zusätzlich Tauchgepäck mit anmelden, was
pro Gepäckstück hin und
zurück 60 € kostete. Mittlerweile hat die
Tuifly diese Gebühr auf 100 € erhöht. Das
Einchecken am Drop-Off-Schalter funktionierte
sehr gut. Das Essen und der Service
an Bord...na ja, da bin ich von anderen
Fluggesellschaften her besseres gewöhnt.
Zum Hin- und Zurückfliegen nach Ägypten
reicht es halt. Der Heimflug erfolgte mit
einiger Verspätung.
In wieweit hierfür die Tuifly verantwortlich war, kann ich nicht beurteilen. Nach der
Landung musste die Maschine auf dem Vorfeld
parken, konnte also nicht direkt am Terminal
andocken. Danach dauerte es 10 Minuten, bis
wir eine Treppe zum Aussteigen
bekamen. Die anschließende Fahrt mit dem
Bus zum Terminal 2 dauerte dann auch noch
mal 35 Minuten. Nach der Passkontrolle standen
wir dann noch mal 20 Minuten am Gepäckband,
bevor es anlief und wir nach weiteren 10
Minuten unser Gepäck engegennehmen konnten. Fazit: Tuifly...für Ägypten hin und zurück
reicht es aus.
Das
Hotel Das Hotel (Camp)
und die Tauchbasis gehören zu Red Sea Diving
Safari, die noch zwei weitere Anlagen
am Roten Meer in Ägypten betreibt.
Die Ecolodge Marsa Shagra Village liegt
40 km südlich vom Flughafen Marsa Alam und
250 km südlich von Hurghada. Das Hotel ist
recht einfach gestaltet. Zum Schlafen stehen
Zelte oder einfache, gemauerte Bungalows
(Chalets) zur Verfügung. Die Zelte haben
Gemeinschaftsduschen und -WCs. Die Chalets
besitzen alle ein Bad mit Dusche und WC.
Zum Hotel gehören noch ein Restaurant und
ein Coffeeshop. Wir wohnten in Chalets.
Diese waren einfach und zweckmäßig eingerichtet
und ließen in Punkto Sauberkeit nichts zu
wünschen übrig. Gebucht hatten wir die Anlage
mit Vollpension. Darin waren enthalten:
3 Mahlzeiten pro.Tag, Kaffee, Tee,
Wasser und ein Teil der Softgetränke wie
Cola, Fanta oder Sprite. Cola Light, Fanta
Light und alle alkoholischen Getränke mussten
bezahlt werden. Man unterschrieb jedes
Mal eine Rechnung, die dann zusammen mit
den anfallenden Kosten fürs Tauchen am letzten
Tag an der Rezeption bezahlt wurde. Das
Essen ist wie immer Geschmacksache. Hier
reichten die Kommentare von "na ja"
bis "hervorragend". Mein persönlicher
Eindruck hierzu: Frühstück = ausreichend,
Mittagessen = befriedigend, Abendessen =
gut. Für meinen Geschmack zu wenig Abwechslung,
vor allem beim Frühstück. Hier gab es in
dieser ganzen Woche nicht ein einziges Mal
ein "knuspriges" Brötchen oder
Brot. Mit Getränken konnte man sich im Restaurant
oder im Coffeeshop versorgen. Hier traf
man sich auch abends zum "Dekobier". Wasser
wurde in großen Wasserspendern zum Nachfüllen
angeboten. Man konnte sich aber auch Flaschen
mit Wasser kaufen. Fazit : zum
Wohnen, Essen und Schlafen vollkommen ausreichend.
Die Tauchbasis Die
Basis im Marsa Shagra ist
sehr gut organisiert! Am Ankunftstag konnten
wir noch einchecken und unsere Tauchklamotten
auspacken und einräumen. Hierfür bekam jeder
einen Korb, in dem man außer dem Anzug und
dem Jacket alles verstauen konnte. Dieser
wurde in einen abschließbaren Kasten unter
dem riesigen Taucherunterstand geschoben.
Anzug und Jacket wurden auf Kleiderbügel,
die an einem Seil im Taucherunterstand befestigt
waren, aufgehängt. Hier waren auch
mehrere Becken zum Ausspülen der Ausrüstung
wie Lungenautomaten, Anzug, Jacket oder
auch Fotoapparate zu finden. Gestört
hat mich hier, dass einige Taucher das Becken
für die Automaten und die Kamera-Ausrüstung
dazu nutzten, hineinzusteigen und sich hier
ihrer Ausrüstung zu entledigen. Am Folgetag fand um 9.00 Uhr ein Briefing
der Basis statt. Dieses war so ausführlich,
es hätte auch glatt als Verkaufsveranstaltung
duchgehen können. Anschließend ging es zum
ersten Tauchgang, dem "Checkdive".
Hierbei begleitete uns ein Guide, schaute
sich unser Verhalten unter Wasser eine halbe
Stunde lang an und tauchte wieder zurück.
Wir führten dann den Tauchgang alleine zu Ende. Für den Rest
der Woche konnten wir dann nach Herzenslust
tauchen, wann immer wir wollten. Gebucht
hatten wir 5 Tage Non Limit. Dieses Paket
beinhaltete unbegrenztes Tauchen am Hausriff
sowie täglich zwei begleitete Tauchgänge
am Saumriff. Die näher gelegenen Tauchplätze in
der sogenannten Zone A erreichte
man mit einem Truck oder einem Zodiac.. Natürlich wurden auch weiter entfernte
Tauchplätze ( Zone B und Zone C) angeboten,
diese waren jedoch zuzahlungspflichtig,
z.B. Elphinstone oder Abu Dabbab. Wollte
man dort tauchen, so trug man sich einfach
via PC am Tag vorher in die ensprechende
Liste ein. Ich selber habe ALLE meine Tauchgänge
am Hausriff gemacht. Dabei habe ich sämtliche
Wetterkapriolen am Roten Meer mitgemacht:
2.-3. Tag: Mittagstemp. 20° C, Abend / Nacht
12°C. Wassertemp.22° C, sehr windig. 4.
Tag: viel Seegang und schlechte Sicht unter
Wasser. Haben unseren Early Morning Dive
abgebrochen, anschließend war das komplette
Hausriff bis in den Nachmittag hinein gesperrt.
5.-.6. Tag: Tauchspaß pur!! Mittagstemp.:
30°C, Abend / Nacht 20° C Wassertemp.
22° C , fast kein Wind und eine sehr gute
Sicht unter Wasser. Zum Hausriff und dem
Tauchen dort gleich noch ein wenig mehr.
Um alle Vor- und Nachteile dieser Basis aufzuzählen,
müsste ich noch ein paar Seiten schreiben.
Eins sei aber noch erwähnt: In Punkto Sicherheit
gibt es an dieser Basis nichts zu beanstanden.
Dazu trägt auch eine im Marsa Shagra stationierte
Druckkammer (Baromed) bei. Fazit: Tauchen
mit Red Sea Diving Safari im Marsa Shagra
immer wieder.
Das
Hausriff Dieses
Hausriff zählt für mich mit zu den schönsten,
die ich bisher in Ägypten kennengelernt
habe. In meiner persönlichen Liste steht
es mit weitem Vorsprung vor den anderen
Hausriffen auf Platz 2 (Platz 1: Hausriff
Mangrove Bay). Von Haien, Gitarrenrochen,
Schildkröten, Barakudas, Steinfischen bis
hin zu Sand-Aalen ist hier fast alles anzutreffen,
was das Rote Meer so hergibt. Dabei ist
es doch recht überschaubar. Die Bucht selbst
ist nicht so groß wie zum Beispiel die am
Mangrove Bay, dafür bietet die Basis aber
einen sehr guten Service für uns Taucher
und Schnorchler an. Es liegen Schlauchboote
am kleinen Steg, die kostenlos
genutzt werden können, um auch am Saumriff (Buchtausgang)
zu tauchen. Somit ergaben sich für uns sieben
Möglichkeiten, fantastische Tauchgänge zu
machen. Möglichkeit 1: Einstieg neben dem Bootssteg Hausriff
Süd bis zum Corner und wieder zurück. Möglichkeit
2:
Einstieg neben dem Bootssteg Hausriff Nord
bis zum Corner und wieder zurück. Möglichkeiten
3 + 4:
Mit dem Boot raus ans Außenriff Süd
oder Nord und One Way wieder zurück. Möglichkeiten
5 + 6:
Mit dem Boot raus ans Saumriff
Süd oder Nord, seinen Tauchgang machen,
beim Austauchen seine Boje setzen und
sich wieder vom Boot abholen
lassen. Möglichkeit 7: Mit dem
Boot zum Ausgang der Bucht, dort einen Blauwasser-Tauchgang
machen, schauen, was vorbeikommt und sich
wieder vom Boot abholen lassen. Im Taucherunterstand stehen immer
volle Flaschen, einfach fertigmachen, für
den ensprechenden Tauchplatz an den Tafeln
mit den entsprechenden Tauchzeiten eintragen
und fertig. Je nach Tauchplatz dann einfach
lostauchen oder halt ins Boot einsteigen,
das immer bereit am Steg liegt und sich rausfahren
lassen. Wir hatten die ganze Woche eine
Süd-Nord-Strömung. Deshalb war das Außenriff
Nord teilweise für den Tauchbetrieb gesperrt.
Nach Rücksprache mit der Basis haben wir aber trotzdem dort drei Tauchgänge
gemacht ( hin und zurück mit dem Zodiac). Am 5. Tag konnte man morgens von der
Buchtmitte aus das Hausriff Süd und Nord
gut erkennen.
Elphinstone hab ich ausgelassen, da ich Probleme mit dem Druckausgleich hatte. Ich
wollte
meinen Kumpels den TG nicht versauen. Ich ließ mich stattdessen mit 'nem neuen Buddy
am Außenriff Süd mal so richtig "absacken". Dieser
Tauchgang war so gut, dass ich Elphinestone
nicht vermisst habe.
Laut meinem
Kumpel habe ich am Elphinestone auch nichts verpasst. Gestört hat mich ein wenig, dass es am Haus-
und Saumriff fast keine Weichkorallen
gibt. Aber die Korallengärten und das Riffdach
sind einfach nur gut und die Betreuung duch
die Tauchbasis perfekt. Leider konnte ich
in dieser Woche nur 17 Tauchgänge machen
und ich werde mit Sicherheit nochmal hinfahren,
denn dieses Riff wird auch nach 50 oder
mehr Tauchgängen nicht langweilig. Fazit:In der Ecolodge Marsa Shagra
werde ich mit Sicherheit wieder landen und
kann diese mit ihrem Hausriff und der Basis
nur jedem, der gerne viel taucht und
kein 5 Sternehotel erwartet, weiterempfehlen.
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